Skip to content

[Login]

Wetter

Haselbach

Die Gemeinde Haselbach
 
Einwohnerzahl:    810                            
Fläche:                274,57 ha
 
Der Ort Haselbach wurde 1282 erstmals urkundlich erwähnt.
 
Der Ortsname ist deutschen Ursprungs und weist auf eine Siedlung am Haselsträucherbach hin. Nach Anordnung seiner ältesten Wohnstätten ist Haselbach wahrscheinlich von Sorben gegründet worden. Die damalige halbkreisförmige Bebauung (nach Osten offen) wird als Rundling bezeichnet.
 
Haselbach liegt am sanft geneigten Unterhang des Pleißetals etwa 155 m über NN und ist die nördlichste Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue an der Landesgrenze zum Freistaat Sachsen.
 
Bekannt ist Haselbach vor allem durch die ,,Haselbacher Teiche´´.
1521 veranlasste der Burggraf Hugo von Leißnig, Besitzer der Rittergüter Treben und Haselbach, die Anlegung einer Teichanlage. In harter Frohnarbeit mussten die Bauern die Teiche sowie die für damalige Zeit mächtigen Dämme errichten. Diese haben eine Gesamtlänge von 8 km, eine Höhe von 3 m und eine Fußbreite von durchschnittlich 9 m. Die 8 Teiche wurden durch Liegendtone abgedichtet und nehmen eine Fläche von 56,6 ha ein.
Die Teichanlage wurde damals durch einen Graben, der vom Gerstenbach abgeleitet wurde gespeist. Die Teiche sind terrassenförmig angelegt, so dass ein Gewässer das andere speist.
Am größten Teich „Der See“, wurde eine Walkmühle betrieben, 1804 als Tuchwalke mit einer Wollspinnerei gebaut, bestand die Mühle als Lederwalke fort.
Der eigentliche Zweck der Teiche war die Fischzucht.
 
 
Das Teichgebiet steht heute unter europäischem Schutz (Flora-Fauna-Habitat), mit dem Ziel besonders wichtige Lebensräume und Arten von europäischer Bedeutung zu schützen. Der Reiz der Teichlandschaft erschließt sich dem, der still und andachtsvoll zwischen den Teichen hindurchwandert oder mit dem Fahrrad unterwegs ist.
 
 
Um 1833 lebten 230 Menschen in Haselbach, damals noch ein reines Bauerndorf.
 
Die Landschaft um Haselbach ist seit über 100 Jahren vom Braunkohlenbergbau geprägt worden.
Als 1867 der Braunkohleabbau begann, wurden riesige Löcher in das flache Land gegraben, welche zum Teil bis zu 100 m tief waren und die Landschaft entscheidend veränderten. Ein Großteil der Gemeindeflur ist davon betroffen. So entstand im Ergebnis des Braunkohlenabbaues etwa um 1910/20 aus den Abraummassen ein großes Kippengelände.
1908 begann der Bau der Brikettfabrik ,,Herzogin Adelheid´´.
Der bei der Kohlegewinnung anfallende Abraum enthielt hochwertige Tone, so dass sich gleichzeitig eine Tonwaren- und Schamotteindustrie entwickelte.
Bedeutende tertiäre Tonlager gaben die natürliche Grundlage für die neu entstehende Industrie. Das erste Werk entstand in Plottendorf, ein zweites auf Haselbacher Flur unter der Firma Gebr. Nordmann, Tonwarenfabrik Haselbach.
Die Tonwarenfabrik Haselbach löste um 1860 die handwerkliche Geschirrtöpferei ab und beschäftigt um 1900 schon 80 Arbeiter. 1941 wurden noch 234.000 t Ton in den werkseigenen Gruben gefördert und verarbeitet. Haselbacher Tone wurden in mehrere Länder Europas exportiert.
1957 begann die Kohleförderung im Tagebau-Neuaufschluß ,,Haselbach III´´, dem letzten Braunkohlentagebau im Altenburger Land. 20 Jahre wurden die umliegenden Brikettfabriken mit Rohkohle beliefert. 1977 wurde die Kohleförderung eingestellt und es begann der Rückbau und die Wiederaufforstung des vernichteten Waldbestandes. Von 1964-1975 wurde der beim Tagebauaufschluss vorgefundene hochwertige Ton auf eine Halde verkippt. Dieser Ton wird noch heute, voraussichtlich bis zum Jahr 2040, vermarktet. Das Restloch des Tagebaus wurde seit 1993-1999 geflutet und ist heute als ,,Haselbacher See´´ ein weithin beliebtes Naherholungszentrum.  
 
1950 wurde im Rahmen des NAW damit begonnen, auf dem Kippengelände eine Sportanlage zu schaffen, welche in den 60-ger Jahren durch den Anbau einer Kegelbahn, den Bau von Umkleide- und Duschräumen sowie einer Warmwasseranlage vervollständigt wurde.
Seit der grundhaften Sanierung im Jahr 2000 wird die Sportstätte mit den Namen „Günter Göbel“ weitergeführt.
 
Haselbach hat in den letzten Jahren seine Infrastruktur weitgehend saniert. So wurden Straßen einschl. der unterirdischen Wirtschaft und Dorfbeleuchtung modernisiert. Es wurde ein neuer Kindergarten ein öffentlicher ,,Spielplatz´´ gebaut und erst kürzlich wurde ein ,,Bürgerhaus´´, in der das Gemeindeamt, eine Arztpraxis sowie ein Jugend- und Seniorentreff untergebracht sind, eröffnet.
 
Mehrere Handwerks- und Gewerbebetriebe sind derzeit in der Gemeinde ansässig.
 

Haselbach hat sich zu einem gepflegten Dorf entwickelt und hat es geschafft, trotz allgemeinem Bevölkerungsrückgang in der Region, diesem Trend entgegenzuwirken und die Einwohnerzahl relativ konstant zu halten.

 

 

Kontakt

Sitz:                

04617 Treben

Breite Straße 02

VG Vorsitzende:

Frau Richter

Telefon   034343/703-12

Zentrale:

Frau Großmann

Telefon    034343/703-0

Fax          034343/703-27

E-Mail

info@vg-pleissenaue.de

 
 

Informationsbroschüre zur Verwaltungsgemeinschaft

Download PDF (2.7 MB)