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Treben

Die Gemeinde Treben und ihre Ortsteile Plottendorf, Primmelwitz, Serbitz, Lehma und Trebanz
 
Einwohnerzahl:         1.254
Fläche:                     1.000,20 ha
 
Treben wurde 1181 erstmalig urkundlich erwähnt, um 1200 als Trebne geschrieben, lässt sich entweder von altsorbisch treb oder vom Personennamen-Stamm Treb ableiten. Der Ort sowie die Ortsteile liegen inmitten der etwa 1 km breiten Pleißenaue in 151-160 m über NN.
Dieser Tatsache geschuldet, kam es bis zur Anlage von Hochwasserschutzdämmen im Jahre 1839 fast alljährlich zu Überschwemmungen. Aus diesem Grund wurde zwischen 1951 und 1953 die Talsperrenanlage Windischleuba errichtet. Diese diente seither vor allem als Hochwasserentlastung der Pleiße sowie der Fischerei und der Naherholung.
Die Talsperre Windischleuba hat heute keine wasserwirtschaftliche Bedeutung mehr. Für die unterliegenden Gemeinden wurden seperate, wirkungsvollere Hochwasserschutzmaßnahmen geschaffen.
Auf Grund des desolaten Zustandes der Talsperre beabsichtigen die Freistaaten Thüringen und Sachsen die Umgestaltung der Talsperre in der Form, dass Hochwasser über eine gestaffelte, feste Wehrschwelle ohne Steuerungsorgane schadfrei abgeleitet werden können. Der derzeit vorhandene Verlandungszustand des Staubeckens wird als gegeben hingenommen. Es ist zu erwarten, dass dieser sich weiter fortsetzt.
 
Um 1510 hatten 18 Handgüter Frondienste für das Rittergut (erste urkundige Erwähnung 1329) im Ort zu leisten, zu dem früher eine Brauerei, eine Mühle und eine Branntweinbrennerei gehörten.
Hier in Treben bestand bis Bodenreformsregelung um 1946 ein Rittergut, das in ältester Zeit wohl eine Wasserburg gewesen sein mag. Das Rittergut in Treben wurde wahrscheinlich von den Herren Rudolph und Heinrich von Bünau im Jahre 1543 erbaut.
Heute ist das in den Jahren 2001 – 2004 liebevoll sanierte Rittergut ein öffentliches Gebäude, in welchem sich der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft „Pleißenaue“ sowie Einrichtungen der Gemeinde Treben befinden.
 
Die als Wahrzeichen von Treben in alle Richtungen weithin sichtbare Kirche entstand in ihrer jetzigen Bauweise in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Der Turmunterbau stammt noch aus dieser Zeit und erinnert daran, dass die Pfarrkirche ursprünglich als Königskirche den Mittelpunkt einer Großpfarrei im östlichen Pleißenland bildete.
 
In den 90er Jahren fanden umfangreiche bauliche Sanierungsarbeiten der Kirche ihren Abschluss. Die Turmhöhe beträgt jetzt ca. 47m. Die jetzige Orgel stammt von Kreuzbach aus dem Jahre 1862.
Neben der Kirche und dem Rittergut gehört die Mühle zu den ältesten Gebäuden in Treben, welche bis zum Jahr 2002 als eine der letzten Mühlen im Altenburger Land betrieben wurde.
 
Treben, mit seinen zentralörtlichen Funktionen für die umliegenden Gemeinden hat schon seit langem seinen bäuerlichen Charakter verloren. Viele Handwerker und Gewerbetreibende ließen sich hier nieder.
Treben ist Verwaltungssitz der Verwaltungsgemeinschaft „Pleißeanaue“ und Regelschulstandort
               
Die ehemalige Gemeinde Lehma (Ortsteile Lehma und Trebanz) wurden Ende 2008 in die Gemeinde Treben eingegliedert.
 
In Treben, Serbitz, Plottendorf und Lehma erinnert je ein Denkmal an die Gefallenen des 1. Weltkrieges.

Plottendorf:
  war ehemals ein kleiner Rundling mit Blockflur und hieß um 1200 

                      Plotindorf. Seit 1854 bestand die Tonwarenfabrik in Plottendorf. 
                      Ton wird heute nur noch in einem 1955 gegründeten Familienbetrieb 
                      verarbeitet. Unmittelbar dem
Kammerforst vorgelagert ist das 
                      bekannte Altenheim Plottendorf. Seine Entstehung verdankt es einer 
                      reichen Spende, welche die erkenntlichen
Altenburger Landeskinder 
                      zum fünfzigjährigen Regierungsjubiläum 1903 Herzog Ernst I. zu  
                      gemeinnützigen Zwecken überwiesen.
 
Primmelwitz: 1358 wird es erstmals urkundlich erwähnt.
                       1843 zählte es 63 Einwohner = 11 Familien. Diese ernährten sich vom
                       Getreidebau und der Handarbeit. Der einzige Handwerker war ein
                       Zimmermann. Primmelwitz wird auch in Verbindung mit dem  
                       Jungfrauen-
Marien-Magdalenen-Kloster zu Altenburg genannt.
 
Serbitz:          erste Nennung stammt von 1308, lautet Serewicz (altsorbisch). Das
                       ,,Serbitzer Loch“ hat seinen Ursprung darin, dass Christoph Höser aus
                       Pöschwitz an dieser Stelle ein Stück schwarze Erde gefunden hatte. 
                       Daraufhin
gruben Hans Kipping und Georg Bernstein und fanden in 
                       einer Tiefe von 12
Ellen(6,60m) ein 18 Ellen mächtiges  
                       Braunkohlelager. 1821 wurde dieser
Abbau im Bergamt Altenburg 
                       als ,,Bernsteins Grube“ registriert. Der Betrieb
wurde vor dem 1. 
                       Weltkrieg eingestellt. Die Grube füllte sich mit Grundwasser
und wurde
                        von der Bevölkerung als Bademöglichkeit genommen.
                        Im Jahre 1985 wurde das Gebiet zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.
 
Lehma:           wurde 1181 erstmals urkundlich erwähnt und hieß zuerst altsorbisch
                        lomen und
bedeutete Ort im Bruch oder im Sumpfgebüsch.
                        Der Name hat sich im Laufe von Jahrhunderten mehrmals geändert.
                        Die ältesten Häuser sind höchstens 340 Jahre alt, da es damals viele
                        Brände gab.
                        Lehma, ein Sackgassendorf liegt am Südrand des Kammerforstes.
 

Trebanz:         ein kleiner Rundling mit Blockflur an der Mündung des kurzen, von
                        Lehma kommenden Baches in das Gerstenbachtal, wurde um 1200 
                        Trebantz geschrieben (altsorbisch= Ort der Leute eines Treban). 
                        Der 1 km entfernte Bahnhof Treben- Lehma übernimmt einen guten
                        Teil des Arbeiterberufsverkehrs der umliegenden Gemeinden.

 

 

Kontakt

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04617 Treben

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E-Mail

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Informationsbroschüre zur Verwaltungsgemeinschaft

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