Windischleuba
Die
Einwohnerzahl: 2.132
Fläche: 2.071,77 ha
Der Ort Windischleuba wurde erstmals am 18.07.1068 urkundlich erwähnt, kommt um 1200 im Bosauer Zehntverzeichnis als ,,Luben“, um 1244 als ,,Luben minor“ und erst um 1800 als Windischleuba vor.
Der Ort sowie die Ortsteile waren vorwiegend von der Landwirtschaft geprägt.
Windischleuba liegt im östlichen Teil Thüringens, an der Grenze zu Sachsen in 160-172m ü. NN und wird von Süden nach Norden von der Pleiße durchflossen.
Wahrzeichen des Ortes ist das Schloss mit Rittergut ,,hinteren Teils“. Diese Anlage erfuhr vom 15. Jahrhundert an eine schlossähnliche Umgestaltung. Seit 1880 gehört das Schloss der Familie von Münchhausen, aus der auch der Schriftsteller und Balladendichter Börris Freiherr von Münchhausen hervorging.
Seit 1977 beherbergen die geschichtsträchtigen Mauern eine Jugendherberge, die in Deutschland als eine der schönsten ihrer Art gilt. Jährlich kommen bis zu 30.000 Gäste, davon ca. 10.000 ausländische Gäste zu Besuch. Im Turm der Jugendherberge wurde eine astronomische Beobachtungsstation für die Schulen Windischleuba, Treben und Nobitz eingerichtet.
Nach der Wiedervereinigung 1989 entstanden westlich des alten Bahndammes am ehemaligen Fünfminutenweg zwei Wohngebiete mit etwa 100 Ein- und Mehrfamilienhäusern, die die Einwohnerzahl Windischleubas erheblich ansteigen ließ.
Borgishain: wird 1181 urkundlich erwähnt, lässt auf slawische Gründung
schließen und ist bekannt durch die Weißstörche, welche
schon seit 1965 hier ihren Nistplatz haben. In Borgishain leben
heute 92 Einwohner.
Pähnitz: ebenfalls 1181 erstmals urkundlich erwähnt, war einst ein
kleines Sackgassendorf und liegt relativ abgeschieden. Pähnitz
stellt heute eine stadtnahe Wohngemeinde dar, in der 121
Einwohner zu Hause sind.
Remsa: 1181 als Remise urkundlich erwähnt, war eist ein Rundling mit
zugehöriger Blockflur. Remsa ist einerseits noch Agrargemeinde
und andererseits stadtnahe Wohnsiedlung mit derzeit 176
Einwohnern.
Schelchwitz: die urkundliche Ersterwähnung war im Jahre 1181, bestand als
Guts- Weiler 1880 nur aus einem kleinen Stiftsgut, dass
ursprünglich Vorwerk des Deutschen Ordenshauses Altenburg
und bis 1705 Rittergut war.
Zschaschelwitz: wurde 1181 erstmalig urkundlich erwähnt. Der Ort stellt das
besterhaltene Rundling-Siedelbild weit und breit mit einst zentral
gelegenem Teich dar. Heute leben 88 Menschen in
Zschaschelwitz.
Bocka: die urkundliche Ersterwähnung war 1181. Der Name ist slawisch
und gehörte bis ins Zeitalter der Reformation der Ernestinischen
Linie an, somit zum Kurfürstentum Sachsen. In Bocka leben
heute 217 Einwohner.
Pöppschen: wurde erstmals 1336 erwähnt und zählt zur Kirchgemeinde
Bocka. Der Ort ist ursprünglich eine slawische Siedlung, der
Name wird vermutlich auf Poppe, was soviel wie Geistlicher
heißt, bezogen. In Pöppschen leben heute 164 Einwohner.
Trotz moderner und zukunftsorientierter Strukturen legt man in Windischleuba mit Ortsteilen großen Wert auf die Erhaltung des ländlich-historischen Charakters. Zwischen der Stadtgrenze zu Altenburg und dem Ortskern von Windischleuba befindet sich auf rund 45 Hektar das Gewerbe- und Industriegebiet ,,Fünfminutenweg“, in welchem sich namhafte regionale und überregionale Unternehmen niedergelassen haben.